Island mit Explora III

In Island wären wir 2012 fast mit der AIDA gelandet, das Wetter machte aber einen Strich durch die Rechnung. Daher nahmen wir mit Freude zur Kenntnis, dass Explora Journeys mit ihrem 3. Schiff eine Kreuzfahrt dorthin anbietet, und haben diese ab Hamburg gebucht.

Sonntag, 6. September 2026

Wir fliegen mit Air Dolomity und Lufthansa nach Hamburg und kommen nach einer kurzen Taxifahrt fast pünktlich im Hotel an. Aufgrund der guten Lage haben wir uns für das Arcotel Onyx entschieden. Seit unserem letzten Besuch vor über 10 Jahren hat sich nicht viel verändert, es ist aber immer noch keine schlechte Wahl. Am Abend werden wir von unseren Hamburger Freunden abgeholt und wir verbringen einen schönen Abend im FischClub Blankenese.

Montag, 7. September 2026, Boarding

Unser Schiff legt erst am Abend ab und Check-in ist ab 12:30 Uhr möglich, so haben wir einen freien Morgen. Da das Panoptikum sehr nahe beim Hotel liegt, bietet sich das für einen Besuch an (der letzte liegt schon einige Jahre zurück). Die Zeit vergeht sehr schnell, nebst Altbekanntem gibt es im Wachsfigurenkabinett einige neue Mitglieder.

Wir holen unsere Koffer im Hotel ab, darauf bringt uns ein Taxi zum Hafen City. Der wirkt nicht gerade einladend, es ist einfach eine riesige Baustelle. Wir finden immerhin heraus, dass man durch das Shopping Center zum Terminal kommt und finden auch den Check-in Schalter. Das geht schnell, und schon können wir über die (ziemlich lange) Gangway zum Schiff gelangen. Dort schickt man uns direkt in die Journeys Lounge, wo wir Sicherheitsinstruktionen erhalten sollen. Dies macht dann ein Crewmitglied. Da dort gerade eine Band am Proben ist und man das eigene Wort nicht versteht, bekommen wir nur mit, dass wir uns ein Video in der Kabine anschauen sollen. Das machen wir dann (es sind Anweisungen für den Notfall) und drücken am Ende auf OK, das war’s. Eine Seenotrettungsübung gibt es nicht. Beim Kofferauspacken stellen wir fest, dass man es mit der Reinigung der Suite nicht so genau genommen hat.

Das erste Dinner nehmen wir im Fil Rouge ein, es ist wie von der Explora I gewohnt sehr gut. Dabei bleibt uns genügend Zeit, das recht spektakuläre Auslaufen aus Hamburg bei beginnender Dämmerung mitzuerleben.

Dienstag, 8. September 2026, Seetag

Wir haben trotz der guten Matratzen nicht allzu viel geschlafen und hatten mit beiden Kissentypen auf dem Zimmer Probleme. Wir fragen unsere «Suite Host», ob es noch Alternativen gäbe, worauf sie uns «Memory foam» Kissen anbietet. Nach dem Frühstück sind die neuen Kissen da (sie sind viel besser), die alten 4 liegen auf dem Sofa, womit wir keine Sitzgelegenheit mehr haben. Telefon an die Suite Host, sie holt die Kissen ab. 

Wir nehmen das Frühstück im Fil Rouge ein. Es zieht, ist kalt und der Service mässig – da sind wir uns anderes gewohnt. Morgen werden wir das Marketplace probieren. Wir haben Zeit, das Schiff zu erkunden, das sehr ähnlich wie die Explora I ist. Die Lobby Bar ist etwas grösser und bietet mehr Sitzplätze. Die Shops sind (leider) unverändert, es werden praktisch nur Luxusgüter angeboten und in die Shops verirren sich wiederum nur wenige Gäste.

Für das Dinner haben wir einen Tisch im japanischen Restaurant (Sakura) reserviert, die Menukarte hat sich seit Explora I nicht verändert und das Essen ist zum Glück auch immer noch gleich – hervorragend. Nach der Rückkehr in die Kabine stolpern wir über einen Koffer, der nicht mehr ganz unter das Bett passt. Der Grund ist schnell klar: Die vier überzähligen Kissen sind jetzt unter unseren Betten deponiert worden.

Mittwoch, 9. September 2026, Southampton

Das Angebot an Ausflügen hat uns nicht so angesprochen, wir ziehen einfach einmal los. Am Hafen bekommen wir von einem netten Engländer einige Hinweise, wo was ist, und einen kleinen Stadtplan. Den ersten Halt machen wir beim Tudor House, welches wir dann auch besichtigen. Es gibt eine gespensterhafte Einführung, es sind einige interessante Dinge ausgestellt und wir erfahren viel über die Geschichte dieses Hauses.

Als nächstes haben wir uns das Sea City Museum vorgenommen, das der Titanic gewidmet ist. Da viele der Verunglückten aus Southampton stammten, haben wir uns auf viele neue Erkenntnisse gefreut. Diese blieben aber weitgehend aus, die Ausstellung ist teilweise zwar originell gestaltet, bietet aber weniger, als wir erwartet haben. Inzwischen haben wir etwas Hunger und suchen ein nettes Restaurant. Das finden wir nicht, wir essen bei McDonalds im Shopping Center, streifen danach noch etwas umher und kehren zum Schiff zurück.

Donnerstag, 10. September 2026, Seetag

Heute ist Ausspannen angesagt. Wir schaffen dennoch gut 3000 Schritte auf der «Laufbahn» auf Deck 12 und können auch die Aussen-Whirlpools einmal geniessen. Gegen Abend erreicht uns dann eine schlechte Nachricht der Kapitänin: Aufgrund der Wetterverhältnisse kann die Explora in Lewis nicht anlegen, man suche nach einer Alternative. Schade, auf den Ausflug zu den Steinkreisen hatten wir uns sehr gefreut.

Freitag, 11. September 2026, Greencastle

An unserem Ankerplatz in Irland liegen wir nicht im Hafen, für den Landgang muss man tendern. Wir haben einen Ausflug bei Explora gebucht, der soll uns zum Dunluce Castle und zum Giant’s Causeway führen. Beim Gang zum Tenderboot stauen sich die Leute auf der Gangway, die Crew braucht gut 10 Minuten, um eine Amerikanerin mit ihrem Elektrorollstuhl von Bord zu bringen. Entsprechend startet die Tour mit etwa 20 Minuten Verspätung, was zur Folge hat, dass wir die Ruinen von Dunluce Castle nur aus der Ferne sehen, der Halt wird gestrichen. Der Bus lädt uns dann am Besucherzentrum vom Giant’s Causeway aus, wo wir mit einem Empfänger mit Kopfhörer ausgerüstet werden. Die Führung durch die spannenden Basaltformationen macht eine Einheimische. Das etwas spezielle Englisch und die ziemlich störanfällige Funkverbindung tragen nicht zur Verständlichkeit bei, wir erkunden das Gebiet dann auf eigene Faust.

Die Rückfahrt zum Hafen wird wiederum etwa 2 Stunden dauern. Die Reiseleiterin redet wie schon auf der Hinfahrt ununterbrochen und erzählt über die Geschichte Irlands, die damit verbundenen Sagen und über ihr Privatleben. Ob ihr am Ende noch jemand zugehört hat ist fraglich, es ist ziemlich ermüdend. Weil drei von den rund 40 Teilnehmenden noch in Greencastle aussteigen wollen, macht der Bus einen Umweg von nochmals einer halben Stunde. Beim Tender sind wir dann mit 45 Minuten Verspätung, was zum Gesamtbild passt. Es kann nur noch besser werden.

Samstag, 12. September 2026, Seetag

Statt auf Lewis sind wir auf See, und das bei recht hohem Wellengang. Der grosse Pool auf Deck 11 wird geschlossen, ebenso die Whirlpools. Immerhin sind die Bars und Restaurants offen. Für das Nachtessen haben wir einen Tisch im Marble Grill gebucht, wo wir ein hervorragendes «Terre et mer» geniessen, und das für einmal sogar bei einer angenehmen Raumtemperatur.

Sonntag, 13. September 2026, Torshavn

Die Färöer Inseln sind das Ersatzprogramm für Lewis. Wir gehen auf eigene Faust von Bord und lassen uns am Hafen erklären, was man unternehmen könnte. Schliesslich buchen wir ein Taxi für eine Rundfahrt zur Insel Vágar. Diese wird über einen recht spektakulären Tunnel erreicht, der unter dem Meer verläuft und am tiefsten Punkt farbig beleuchtet ist.

Aber auch sonst bietet die Landschaft allerhand und von der Taxifahrerin erfahren wir, dass es auf den Inseln kaum Kriminalität gibt und sie hier eigentlich im Paradies leben. Nach gut 2 Stunden sind wir zurück in Tornhavn, schlendern noch etwas durch das hübsche Städtchen und gönnen uns einen Latte Macchiato bzw. einen Irish Coffee. Der Abstecher auf die Färöer hat sich definitiv gelohnt.

Montag, 14. September 2026, Seydisfjordur

Heute Morgen erreichen wir das Ziel unserer Reise: Island. Schon früh am Morgen legen wir in Seydisfjordur an. Wir haben wiederum einen Explora-Ausflug gebucht und sind gespannt, was der Tag bringt. Er hätte allerdings besser starten können. Nach dem Frühstück stellen wir fest, dass unsere «Suite Host» eine unserer Bordkarten mitgenommen hat (es ist schon das zweite Mal). Diese würden wir aber für den Landgang benötigen. Also schnell zum Service Desk, wo man uns gleich eine neue Karte ausstellt – es kann losgehen. Die Gruppe ist diesmal etwas kleiner und umfasst knapp über 30 Personen. Der Guide ist ein pensionierter Lehrer, der gut Englisch spricht (und sogar sehr gut Deutsch könnte). Mit viel Humor bringt er uns die Isländer, deren Kultur und Sagen sowie deren Geschichte näher. Schon bald gibt es einen Halt beim ersten Wasserfall, der recht imposant ist. Dann geht es weiter zum Studlagil Canyon, einer eindrücklichen Formation und einem tollen Fotosujet.

Wir haben viel Zeit für die Erkundung und ein Picknick bekommen wir auch. Pünktlich fahren wir wieder los und treffen nach einem weiteren Wasserfall-Stopp pünktlich wieder am Hafen ein, so dass es auch noch für einen Abstecher zur blauen Kirche reicht. Zum Abschied singt der Guide im Duett mit dem Fahrer ein isländisches Volkslied, ein toller Abschluss eines gelungenen Ausflugs.

Dienstag, 15. September 2026, Akureyri

Auch Akureyri bietet lohnende Ausflugsziele. Diesmal haben wir unsere Tour über GetYourGuide im Vorfeld gebucht, nicht zuletzt deshalb, weil die Tour auf Deutsch angeboten wurde. Das klappt aber nicht, wir müssen uns einer Englischen Tour anschliessen, erhalten aber dafür immerhin 15% des bezahlten Preises zurück. Das Schiff legt zwar mit etwa einer Stunde Verspätung an, es klappt aber alles bestens. Unsere Gruppe umfasst 10 Personen und wir fahren in einem kleinen Bus los, in dem etwa 15 Personen Platz fänden. Der Fahrer, der gleichzeitig Guide ist, lässt das erste Ziel aus, da dort schon einige Busse stehen (wir holen das auf der Rückfahrt nach). Der erste Halt findet daher in der Region Myvatn-See statt, einer faszinierenden Landschaft, die teilweise schon in den Herbstfarben erstrahlt.

Der nächste Stopp ist Hverir, einer der aussergewöhnlichsten Orte auf der Insel, an dem grosse, brodelnde Schlammpools (bis zu 200 Grad heiss) und Dampfschlote zu bewundern sind.

Der Guide schlägt uns anschliessend vor, noch einen Abstecher zur «Bruchkante» zu machen, wo die Amerikanische auf die Eurasische Platte trifft. Die beiden driften pro Jahr etwa 2 cm auseinander und es klafft schon ein ziemlicher Graben. Dann geht’s zum Godafoss-Wasserfall, dem spektakulärsten Punkt unserer Tour. Das Bild weckt Erinnerungen an die Niagara-Fälle, wobei die 12 Meter Höhe im Vergleich natürlich bescheiden wirken. Eindrücklich ist die Szenerie aber dennoch. 

Auf dem Rückweg steht noch ein Letzter Wasserfall an, bevor wir uns in der Nähe der Kirche absetzen lassen. Nicht nur sie ist imposant, auch die Treppe, die zu ihr hoch führt. Dann gehen wir durch das hübsche Städtchen zurück zum Schiff, ein spannender Tag mit einer tollen Tour neigt sich dem Ende entgegen. Das zweite Nachtessen im Sakura bietet einen (vorläufig) würdigen Abschluss – zumal wir diesmal sogar noch einen Grappa oder Limoncello offeriert bekommen.

Es ist aber nicht das letzte Highlight des Tages: Da Robi’s App meldet, die Wahrscheinlichkeit für Nordlichter liege über 90%, begeben wir uns nochmals aufs Deck 11 und nach draussen – und bekommen sie tatsächlich zu sehen. Auch wenn sie teilweise von blossem Auge kaum sichtbar sind, mit der Kamera oder dem Handy erleben wir eine tolle Show.

Mittwoch, 16. September 2026, Reykjavik

Unsere Kreuzfahrt neigt sich dem Ende zu, heute erreichen wir Reykjavik. Im wenig attraktiven Hafen legen wir allerdings erst um 17 Uhr an, wir beschliessen daher, nicht mehr von Bord zu gehen, sondern die Koffer zu packen. Das gibt etwas Hunger, wir begeben uns daher ins Crema Cafe und setzen uns in der Nähe der Theke an ein Tischlein. Obwohl einige Kellner geschäftig herumstolzieren, werden wir nicht bedient. Nach 10 Minuten gehe ich selber zur Theke und bestelle uns zwei Capuccino. Der Mann an der Bar schaut mich etwas komisch an, aber nach einer Minute werden uns diese sogar serviert. Die Überraschung danach: Als wir zur Kabine zurückkehren, steckt die Bordkarte, die wir am Montag vermisst hatten, wieder im Slot bei der Türe….
Das «Abschiedsessen» gibt es im Fil Rouge, die Kreuzfahrt findet beim feinen «Amarone Filet» ihren Abschluss.

Donnerstag, 17. September 2026, Reykjavik

Das Ausschiffen klappt problemlos. Das bei «Hreyfill» schon im Vorfeld der Reise bestellte Taxi holt uns pünktlich ab und bringt uns zum Marina Hotel. Dieses liegt am alten Hafen, der allerdings nicht gerade attraktiv ist. Das Marina ist ein Boutique-Hotel, es ist nicht luxuriös, hat aber viel Charme, ein cooles Interieur und eine sehr gute Lage. Wir deponieren einmal unser Gepäck und beginnen anschliessend bei unerwartet trockener Witterung mit der Erkundung der Innenstadt, wobei die bekannte Kirche unser erstes Ziel ist. Wir bestaunen die tolle Orgel und kaufen uns auch Tickets für eine Liftfahrt zur Turmspitze, von der man einen tollen Blick über Reykjavik hat.

Am Nachmittag steht ein Ausflug zur «Raufarsholshellir», einer Lavahöhle, an, den wir über GetYourGuide gebucht haben. Die Fahrt mit dem Taxi dauert etwa 45 Minuten, dann sind wir am «Empfang» und dürfen auf den Start der Führung warten. An dieser nehmen schliesslich gut 30 Personen teil, eine etwas grosse Gruppe. Dennoch bekommen wir interessante Informationen und Einblicke. Der Guide löscht auch einmal das Licht und bittet uns, die Stille zu geniessen. Das ist eindrücklich, man hört wirklich absolut keinen Laut mehr. Danach können wir den Rückweg individuell in Angriff nehmen, was uns auch die Gelegenheit gibt, noch ein paar schöne Fotos zu machen.

Das Taxi bringt uns (wieder bei Regen) zurück ins Zentrum, wo wir uns bald schon auf die Suche nach einem Restaurant für das Nachtessen machen. Wir landen im „Duck Rose“, wo wir uns einen (feinen) Hamburger und ein oder zwei (auch feine, aber teure) Bier gönnen. Das Restaurant gegenüber, das „Apotek“, sehen wir für den letzten Abend vor und reservieren gleich noch einen Tisch.

Freitag, 17. September 2026, Reykjavik

Für den Morgen haben wir noch keine Pläne, wir entscheiden uns spontan für einen Besuch im Perlan Museum. Dieser startet mit einem Film über einen der letzten Vulkanausbrüche, der uns fesselt und zeigt, wie stark Island mit diesem Naturschauspiel verknüpft ist. An der nächsten Station wartet das absolute Highlight: die „Immersive Volcano Experience“ (Bild von Webseite Perlan).

Auf einer Glasplattform fliegen wir zunächst über die Landschaft, um dann über einen Kratersee in einen Vulkan ein- und abzutauchen. Eine Reise, die unter die Haut geht, obwohl sich die Plattform absolut nicht bewegt (was man fast nicht glauben kann). Es folgen nochmals ein kleines Kino mit einem kurzen Film über die Nordlichter und schliesslich der Gang in eine (echte) Eishöhle, in der eine Temperatur von minus 15 °C herrscht. Danach können wir noch diverse kleine Ausstellungen auf eigene Faust erkunden. Zum Schluss gönnen wir uns einen kleinen Lunch auf der drehenden Plattform oben im Perlan, bevor wir uns zum Nachmittagsprogramm begeben.

Dieses haben wir über GetYourGuide ebenfalls im Vorfeld gebucht: „Ein Helikopterflug zu den neuen Lavafeldern“. Wir treffen pünktlich am Flughafen ein und stellen bald erfreut fest, dass unser Pilot aus Hamburg kommt – wir kommen doch noch zu einer deutschen Führung! Er gibt uns zuerst ein paar Sicherheits-Instruktionen, bevor wir einsteigen, uns anschnallen und auf den Start warten. Sobald der Motor der „alten Dame“ warm genug ist, heben wir ab und fliegen über Reykjavik, ein tolles Gefühl. Auf dem Weg zu den Lavafeldern durchqueren wir kurz eine Regenfront, als wir uns diesen nähern, ist der Regen aber bereits wieder vorbei.

Wir fliegen eine Zeitlang über die Felder und sind fasziniert, dass überall noch Rauch aufsteigt. Die Wetterbedingungen sind günstig und so landet der Pilot an einer stabilen (und kalten) Stelle. Wir dürfen aussteigen und können sehen und fühlen, was für unterschiedliche Strukturen die Lavaströme zurücklassen. Erstaunlich ist auch, dass an einigen Stellen bereits wieder ein paar Pflänzchen den unwirtlichen Boden überziehen.

Nach etwa einer Viertelstunde heben wir zum zweiten Mal ab und fliegen nochmals über das faszinierende Gebiet, das einem bewusst macht, was für eine Kraft hier unter der Oberfläche schlummert. Auch einen der Krater können wir fast aus nächster Nähe bewundern.

Dann fliegen wir wieder durch die Regenzone zurück nach Reykjavik, wo wir sicher landen. Der Nachmittag stand dem Morgen in nichts nach, es war der insgesamt beste Tag der ganzen Reise.

Zum Nachtessen im „Apotek“ gehen wir wieder zu Fuss. Das Lokal ist gut besucht, wir bekommen aber dennoch einen recht ruhigen Tisch und gönnen uns nach einem Apéro das „Surf & Turf“. Dieses ist zwar sehr gut, die Portion aber ziemlich gross, sodass wir uns fast durchkämpfen müssen. Das Ganze hat seinen Preis, 100 Franken pro Person reichen da deutlich nicht, dennoch ist es ein würdiger Abschluss für einen tollen Tag und eine eindrückliche Reise.

Samstag, 18. September 2026, Reykjavik

Der heutige Tag steht im Zeichen der Heimreise. Das Taxi holt uns pünktlich ab und am Flughafen haben wir mehr als genug Zeit, zumal unser Flug etwas verspätet sein wird. Der Rückflug mit der Lufthansa ist aufgrund eines medizinischen Notfalls an Bord (der zum Glück glimpflich ausgeht) zwar zeitweise ziemlich turbulent, ansonsten aber problemlos.

Fazit

Es war alles in allem eine tolle Reise, von der wir viele Eindrücke (und noch mehr Fotos!) mit nach Hause genommen haben. Bei den Arrangements, die wir über Kreuzfahrten.de, die Explora, GetYourGuide und Hreyfil Taxi gebucht hatten, hat alles sehr gut geklappt.

Etwas mehr erwartet hatten wir von Explora Journeys. Die Preise waren gegenüber unserer Reise vor drei Jahren signifikant höher, der Service hat aber nachgelassen. Explora wirbt mit dem Slogan „Maybe the best hotel isn’t a hotel“ – mag sein, aber die Explora III ist es mit Sicherheit nicht, da ist gegenüber einem Top-Hotel noch viel Luft nach oben. Sehr gut war wiederum das Essen und die Auswahl an kostenlosen Weinen dazu, da gibt es absolut nichts auszusetzen, und auch das brandneue Schiff war natürlich toll. Weniger toll fanden wir das Publikum, das hauptsächlich aus Amerikanern und Asiaten bestand und teilweise wenig Ahnung von Anstandsregeln hatte. Es entsprach aber offensichtlich dem Zielpublikum der Explora – nicht nur die Klimatisierung an Bord war darauf ausgerichtet. Wir haben Explora Journeys unsere Eindrücke geschildert, bis heute aber nicht einmal eine kurze Stellungnahme erhalten – auch das passt nicht zum Servicelevel, den die Explora anpreist. Dies gilt auch für den Service vor Antritt der Reise; die Webseite hat in den drei Jahren keine Verbesserung erfahren, vieles funktioniert nicht richtig, und die Antworten, die man auf Anfragen per Mail oder Telefon erhält, hängen stark von der Person ab, welche diese bearbeitet. Explora bietet auch Transfers vom oder zum Schiff an; von diesen raten wir ab, sie sind drei bis fünf Mal so teuer wie ein Taxi vor Ort.